Product Infos
OLAS – Optical Light Absorption Sensor
Das OLAS-System misst die Dichte von Beton-Restwasser kontinuierlich online – direkt in der Rohrleitung zur Wasserwaage oder im Restwasserbecken. Die gemessene Restwasserdichte kann in der Anlagensteuerung verarbeitet werden und bildet damit die Grundlage für eine kontrollierte Nutzung von Brauch- bzw. Restwasser in der Betonproduktion.
Beton-Restwasser ist kein konstantes Medium. Der Feststoffanteil schwankt je nach Rücklauf, Beckeninhalt, Rührwerksleistung, Produktionsbetrieb und Frischwasserzugabe. Wird Restwasser ohne aktuelle Dichteinformation dosiert, arbeitet die Anlage mit Annahmen statt mit realen Messwerten. Das kann die Wasserbilanz, die Konsistenz und die Qualität des Betons beeinflussen.
Mit OLAS wird die Dichte des tatsächlich vorhandenen Restwassers online erfasst. Dadurch kann die Anlagensteuerung die Restwasserdichte bei der Dosierung berücksichtigen, Wasser- und Feststoffanteile besser bewerten und die Nutzung von Restwasser deutlich sicherer machen.
Warum OLAS im Betonwerk eingesetzt wird
Das Ziel ist nicht nur die reine Anzeige eines Dichtewertes. Der eigentliche Nutzen entsteht, wenn die gemessene Restwasserdichte in der Anlagensteuerung verarbeitet wird.
OLAS unterstützt Betonwerke dabei,
- Restwasser kontrolliert und in höherem Umfang zu nutzen,
- Entsorgungs- und Aufbereitungsaufwand zu reduzieren,
- die Betonqualität chargenbezogen abzusichern,
- Wasser- und Feststoffanteile genauer zu berücksichtigen,
- Rohstoffe wie Sand, Füllstoffe und gegebenenfalls weitere Rezepturbestandteile gezielter zu berechnen,
- die Restwasserdichte im Mischprotokoll zu dokumentieren,
- manuelle Dichtekontrollen zu reduzieren und den Arbeitsschutz zu verbessern.
Messprinzip
OLAS steht für Optical Light Absorption Sensor. Das System arbeitet mit Infrarotlicht, das über Lichtleiter in das Restwasser geführt wird. Die im Restwasser enthaltenen Zement-, Sand- und Feinpartikel absorbieren einen Teil dieses Lichtes. Aus dem Lichtverlust wird ein Messsignal erzeugt, das über eine Kalibrierkurve der Restwasserdichte zugeordnet wird.
Ein wesentlicher Vorteil des Systems liegt im Aufbau: Die empfindliche Messelektronik befindet sich nicht im Nass- oder Schmutzbereich. An der Messstelle befinden sich nur robuste Messköpfe mit Lichtleitern. Dadurch eignet sich OLAS besonders für die rauen Einsatzbedingungen in Betonwerken.
Praxisgerechte Technik für Betonwerke
Das OLAS-System wurde für den Einsatz in realen Betonwerken entwickelt. Im Vordergrund stehen eine robuste Bauweise, einfache Integration, geringe Wartungsanforderungen und eine zuverlässige Messwertbereitstellung für die Anlagensteuerung.
Je nach Anlage kann die Messung in der Rohrleitung oder im Restwasserbecken erfolgen. Welche Messstelle sinnvoll ist, hängt von der Anlagenkonfiguration, der gewünschten Auswertung und der späteren Nutzung des Dichtewertes in der Steuerung ab.
Systemaufbau und Komponenten des OLAS-Systems

Einfache Integration in bestehende Betonwerke
Das OLAS-System ist für die Nachrüstung und Integration in bestehende Betonwerke ausgelegt. An der Messstelle wird je nach Anwendung ein Durchflussmesskopf in die Restwasserleitung eingebaut oder ein Tauchmesskopf im Restwasserbecken positioniert. Die empfindliche Messelektronik bleibt dabei geschützt und abgesetzt im separaten Schutzgehäuse.
Die Verbindung zwischen Messstelle und OLAS-Elektronik erfolgt über Lichtleiter im Schutzrohr bzw. Schutzschlauch. Dadurch befindet sich an der Messstelle keine empfindliche Elektronik im Nass- oder Schmutzbereich. Das Messsignal wird anschließend an die vorhandene Anlagensteuerung übergeben oder optional über den OLAS-TPC angezeigt und ausgewertet.
Für unterschiedliche Anlagenkonfigurationen stehen verschiedene mechanische Ausführungen zur Verfügung. Dazu gehören Durchflussmessköpfe für typische Rohrleitungsgrößen, Tauchmessköpfe für Restwasserbecken sowie unterschiedliche Lichtleiterlängen. Damit kann das System an die jeweilige Einbausituation angepasst werden – zum Beispiel an vorhandene Rohrleitungen, die Entfernung zwischen Messstelle und Elektronikgehäuse oder die gewünschte Positionierung im Restwasserbecken.
Typische Integrationsmöglichkeiten:
- Messung in der Steigleitung zur Wasserwaage
- Messung in der Leitung unmittelbar vor der Wasserwaage
- Messung direkt im Restwasserbecken oder Behälter
- Signalübergabe an vorhandene SPS- bzw. Anlagensteuerungen
- optionale Anzeige und Auswertung über OLAS-TPC
Der mechanische Einbau ist in vielen Fällen mit überschaubarem Aufwand möglich. Entscheidend für eine zuverlässige Messung sind die richtige Auswahl der Messstelle, ein gut zugänglicher Einbauort (auch für Wartungsarbeiten), eine passende Lichtleiterlänge und die korrekte Verarbeitung des Messsignals in der Anlagensteuerung.
| Anforderung / Einbausituation | Mögliche OLAS-Ausführung |
|---|---|
|
Messung in der Restwasserleitung zur Wasserwaage |
Durchflussmesskopf / T-Stück |
|
Messung im Restwasserbecken oder Behälter |
Tauchmesskopf |
|
Unterschiedliche Rohrleitungsgrößen |
T-Stücke in verschiedenen Nennweiten (2,5" / 3" / 4") |
|
Unterschiedliche Entfernungen zwischen Messstelle und Elektronik |
Lichtleiter in verschiedenen Längen (3m, 5m, 7m, 10m) |
|
Direkte Nutzung in der Anlagensteuerung |
Analogsignal, z. B. 4–20 mA, 0–20 mA oder 0–10 V |
|
Separate Anzeige oder Auswertung gewünscht |
optionaler OLAS-TPC |
|
Wartung / Kontrolle der Messstelle |
Spülanschluss und zugängliche Messoptiken je nach Variante |
OLAS lässt sich an unterschiedliche Anlagenkonfigurationen anpassen.
Der Durchflussmesskopf kann je nach Anlagenaufbau in der Steigleitung, Fallleitung oder einer geeigneten waagerechten Leitung zur Wasserwaage eingesetzt werden. Entscheidend sind eine zuverlässige Wasserführung ohne störende Lufteinschlüsse, ein gut zugänglicher Einbauort (auch für Wartungsaerbeiten) und die korrekte Verarbeitung des Messsignals in der Steuerung.
Technical data
Technische Daten
Messprinzip
| Merkmal | Ausführung |
|---|---|
| Messverfahren | Optische Absorptionsmessung mit Infrarotlicht |
| Messmedium | Beton-Restwasser / Brauchwasser mit Zement-, Sand- und Feinanteilen |
| Messgröße | Lichtabsorption, umgerechnet in Restwasserdichte |
| Messwertausgabe | Kontinuierliches Ausgangssignal zur Weiterverarbeitung |
| Auswertung | In der Anlagensteuerung oder optional über OLAS-TPC |
Messstellen
| Ausführung | Beschreibung |
|---|---|
| Durchflussmesskopf | Messung in der Restwasserleitung zur Wasserwaage |
| Tauchmesskopf | Messung im Restwasserbecken oder Behälter |
| Messkopf-Abstand | Anwendungsabhängig einstellbar und auf den gewünschten Messbereich abzugleichen |
Messbereich Beton-Restwasser
| Messbereich | Anwendung |
|---|---|
| ca. 1,000 bis 1,120 kg/l | Standardbereich für viele Anwendungen in Betonwerken |
| ca. 1,000 bis 1,250 kg/l | Erweiterter Bereich für höhere Restwasserdichten, abhängig von Messkopf-Einstellung und Kalibrierung |
Hinweis: Die konkrete Nutzung der gemessenen Restwasserdichte in der Betonrezeptur hängt von Rezeptur, Normvorgaben und Freigabe durch Labor bzw. Betontechnologie ab.
Signalausgänge
| Ausgangssignal | Verwendung |
|---|---|
| 4–20 mA | Standardsignal für industrielle Anlagensteuerungen |
| 0–20 mA | Optional, je nach Steuerungsanforderung |
| 0–10 V | Optional, bei geeigneter Eingangskarte |
| RS485 | nur in Verbindung mit Anzeige- oder Auswertegerät OLAS-TPC |
Systemkomponenten
| Komponente | Beschreibung |
|---|---|
| OLAS-Hauptelektronik | Messelektronik im separaten Schutzgehäuse |
| Lichtleiter | Glasfaser-Lichtleiter im Schutzrohr bzw. Schutzschlauch |
| Messkopf | Durchflussmesskopf oder Tauchmesskopf, je nach Anwendung |
| Schutzgehäuse | Vormontiertes Gehäuse für die OLAS-Elektronik |
| OLAS-TPC | Optionales Anzeige- und Auswertegerät |
Mechanische Ausführungen
| Ausführung | Merkmale |
|---|---|
| Rohrleitungsmessung | T-Stück mit Messoptiken, verfügbar für typische Rohrleitungsgrößen wie 2,5", 3", 4" weitere Größen auf Anfrage |
| Beckenmessung | Tauchmesskopf für Restwasserbecken oder Behälter |
| Lichtleiterlängen | Standardlängen je nach Ausführung; Sonderlängen auf Anfrage |
| Spül-/Kontrollmöglichkeit | Je nach Messkopfausführung zur Funktionskontrolle und Reinigung vorgesehen |
Elektrische und konstruktive Eigenschaften
| Merkmal | Ausführung |
|---|---|
| Versorgung | 230 V AC, optional 115 V AC |
| Signalleitung | Geschirmte Leitung zur Anlagensteuerung empfohlen |
| Elektronik im Nassbereich | Nein |
| Mediumseitige Verbindung | Über Lichtleiter, elektrisch von der Messelektronik getrennt |
| Einsatzumgebung | Ausgelegt für den Einsatz in rauer Betonwerksumgebung |
Downloads
Bericht über das OLAS System in der Fachzeitschrift BWI
Downloads in














